Matti Tewes mit gelungenem Comeback und Qualifikation für die DM!

Bei den Leichtathleten beginnt die Freiluftsaison klassisch am 1. Mai. Daran hielten sich auch die Athleten und Athletinnen der LG Unterlüß Faßberg Oldendorf. Bei der Bahneröffnung in Garbsen sollte eine Standortbestimmung für die anstehende Saison erfolgen. Samuel Malte Thömmes und Henrik Moll starteten beide über die 400m Hürden. Auf den ersten 300m dieses Rennens ließ Thömmes seine gute Form aufblitzen und war dabei, seine Bestzeit deutlich zu unterbieten. Leider stürzte er bei einer Hürdenüberquerung auf der Zielgeraden und verletzte sich dabei. Vom Plan, die Norm für die Deutschen Meisterschaften möglichst früh in der Saison zu laufen, um eine gezielte Vorbereitung für diesen Höhepunkt zu ermöglichen, muss nun abgerückt und individuell reagiert werden. Henrik Moll beendete sein erstes Rennen dieser anspruchsvollen Disziplin und kam mit einer Zeit von 1:05,14 min ins Ziel. Veronique Quednau als dritte Starterin der LG UFO wollte ihre Form für den drei Tage später stattfindenden Mehrkampf in Edemissen überprüfen. Im Hochsprung gelang ihr dies mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 1,44 und Platz 4. Im Speerwerfen verfehlte sie ihre Bestleistung aufgrund technischer Fehler und belegte mit 30,74m Platz 3.

Am darauffolgenden Wochenende fanden die Kreismeisterschaften im Mehrkampf in Peine statt, bei denen die Sportler und Sportlerinnen der LG UFO als Gaststarter teilnehmen durften. Sarah Stöcker, die eigentlich auf den Sprintstrecken zu Hause ist, zeigte einen beherzten Vierkampf und glänzte besonders im Kugelstoßen mit einer neuen Bestweite von 8,57m. Im Gesamtklassement der 15-jährigen Mädchen belegte sie den achten Rang. Hannah Thömmes absolvierte bei der weiblichen Jugend U14 einen großartigen Vierkampf und erkämpfte sich mit vier neuen Bestleistungen Platz 4 der Gesamtwertung. In ihrem ersten Siebenkampf der weiblichen Jugend U18 startete Veronique Quednau und begann den Wettkampf mit ihrer Angstdisziplin den 100m Hürden. Die letzten beiden Hürdenrennen konnte sie nicht ins Ziel bringen. Diesen Fluch konnte sie auch an diesem Tag nicht ablegen. Nach gutem Start verließ sie kurz vor dem Ziel die Bahn und wurde disqualifiziert. Jedoch beendete sie den Siebenkampf und unterstrich mit einer erneuten Bestleistung im Hochsprung mit 1,48m und im Speerwerfen mit 36,75m ihre gute Form.

In der männlichen Jugend musste der zuvor genannte Samuel Malte Thömmes verletzungsbedingt passen, stand seiner Trainingsgruppe aber moralisch zur Seite. Henrik Moll zeigte seinen bisher besten Zehnkampf, erzielte aus zehn Disziplinen großartige acht Bestleistungen und erkämpfte sich am Ende den Sieg in der männlichen Jugend U18. Hervorzuheben sind seine Verbesserungen im 100m Sprint auf 12,25s und im Hochsprung auf 1,68m. Matti Tewes bestritt nach längerer Verletzung seinen ersten Zehnkampf seit eineinhalb Jahren und seinen ersten Zehnkampf für die LG UFO, wohin er im November des letzten Jahre gewechselt ist. Am ersten Wettkampftag startete er furios und sprinte in 11,78s zu neuer Bestzeit im 100m Lauf, sprang mit 6,37m eine neue Bestweite im Weitsprung, stieß die Kugel auf einen neuen Bestwert von 12,84m, kratzte mit 1,84 an seiner Bestleistung im Hochsprung und lief die abschließenden 400m ebenfalls in neuer Bestzeit. Das Ziel, das Erreichen der Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Meisterschaften schien zum Greifen nahe. Auch der zweite Tag startete mit guten Leistungen im Hürdenlauf und Diskuswerfen. Anschließend zeigte sich allerdings Unwägbarkeit des Zehnkampfs. Die Leistungen Im Stabhochsprung und Speerwerfen waren nur ansatzweise zufriedenstellend. So kam es, dass Matti seine Bestzeit im finalen 1500m Lauf um 10 Sekunden steigern musste, um die Norm für die Deutschen Meisterschaften zu erreichen. Matti nahm die Herausforderung an und zeigte, dass er das Kämpferherz eines Zehnkämpfers besitzt. Mit 4:59,70 pulverisierte er seine Bestzeit sogar um 15 Sekunden und sicherte sich völlig erschöpft die Teilnahme an den nationalen Meisterschaften in Ulm.